Texte

Vertrieben, vergiftet und vergessen

Rosa Luxemburg Stiftung, 10. Juni 2019

Am 11. Juni jährt sich das Ende des Kosovokriegs zum 20. Mal. Die «humanitäre Intervention» der NATO sollte Morde und «ethnische Säuberungen» an der albanischen Bevölkerung militärisch stoppen. Doch für die im Kosovo verblieben Roma schien das nicht zu gelten: Sie sind die vergessenen Opfer des Konflikts.

Ein Europäer nur auf dem Papier

Amnesty Journal, März

Das Kosovo ist der einzige potenzielle EU-Beitrittskandidat, dessen Bewohner für Reisen in den Schengen-Raum Visa benötigen. Darunter leidet auch der Theatermacher Jeton Neziraj, der ironischerweise von der EU-Vertretung zum „Europäer des Jahres“ gekürt wurde.

Stabilität vor Demokratie. Der Westbalkan auf dem Weg in die EU

Die potenziellen EU-Beitrittsländer sind in vielen technischen Fragen der EU näher gekommen, hinsichtlich demokratischer und rechtsstaatlicher Prinzipien haben sie sich jedoch vom europäischen Anforderungskatalog entfernt.

Von Istanbul nach Berlin: Der türkische Filmregisseur Mustafa Altioklar kämpft um seinen Platz

Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei sind viele Künstler, Akademiker und Journalisten aus der Türkei nach Deutschland gekommen und versuchen hier neu Fuss zu fassen. Insbesondere für Künstler ist der Einstieg in der neuen Umgebung aber nicht leicht. Neue Zürcher Zeitung, 19.12.2018

Wo die AfD der Linken den Rang abläuft

Im Osten Deutschlands sind die Rechtspopulisten oft da stark, wo auch die Linke ihre Hochburgen hat. Dabei kämpfen beide insbesondere in den ehemaligen DDR-Plattenbauvierteln um die gleiche Wählerschicht: die Unzufriedenen. Um die, die sich abgehängt fühlen.

Leben zwischen zwei Staaten: Serben im Kosovo

Trotz Milliardenhilfe ist Kosovo auch zehn Jahre nach seiner Unabhängigkeit das ärmste Land Europas und gilt noch immer als unfertiger Staat: Sowohl was seine internationale Akzeptanz als auch die vollständige Integration der serbischen Minderheit angeht. Download: Eine Welt 3/2018

Zank um Zink

Trepça, das ist mehr als bloss eine Mine. Der Konflikt zwischen Serben und Albanern bündelt sich hier wie in einem Brennglas. NZZ folio, Februar 2018

Bosnien-Herzegowina: Ein gespaltenes Land steht still

Jungen Menschen in Bosnien und Herzegowina fehlen die Perspektiven. Die Gründe dafür sind eine horrende Arbeitslosigkeit, ethnische Spannungen und längst überfällige Reformen.

Ibrahim will bleiben

Serbien war für Flüchtlinge bislang vor allem ein Transitland auf dem Weg nach Westeuropa. Doch seit die sogenannte Balkanroute geschlossen ist, gibt es auch Menschen, die im Land bleiben wollen. Der 19-jährige Ibrahim Ishak aus Ghana ist einer von ihnen.

Mazedonien: Vom Musterknaben zum Problemfall

Mazedonien ist unversehens zum Frontstaat gegen Flüchtlin- ge auf dem Weg nach Westeuropa geworden. Dabei kämpft das verarmte Balkanland selbst schon seit langem mit schweren Problemen. Die Regierung ist autoritär, Medienfreiheit existiert nur auf dem Papier. Vor allem junge Leute verlassen deshalb in Scharen das Land. Download: Eine Welt 2/2016